NABUaktiv
Libellenmonitoring: Mediterrane Fauna in Mainz
In diesem Jahr haben die Mitarbeiter des NABU-Projektes Biomonitoring die
Libellenfauna aller Still- und Fließgewässer der Stadt Mainz untersucht. An den
25 Untersuchungsgewässern gelang der Nachweis von 32 Libellenarten.
Das nachgewiesene Artenspektrum lässt sich gut mit vorhandenen Daten zur
Libellenfauna Mainz aus den Jahren bis 1990 vergleichen. Bisher waren erst 22 Arten
in Mainz bekannt.
Die frühe Heidelibelle - Sympetrum fonscolombii - eine mediterran verbreitete Libellenart, die von der derzeitigen Klimaerwärmung profitiert (Foto: C. Willigalla)
Ein Großteil der neu nachgewiesenen Arten kann der Gruppe der Mittelmeerarten
zugeordnet werden. In 2006 gelang der mehrfache Nachweis der südlichen
Mosaikjungfer, des südlichen Blaupfeils, der frühen Heidelibelle, der Feuerlibelle
und auch der südlichen Heidelibelle.
Während Vorkommen der ersten vier Arten auch aus anderen Regionen Rheinland-Pfalz bekannt sind, handelt es sich bei dem Nachweis der südlichen Heidelibelle um die erste Sichtbeobachtung dieser Art in Rheinland-Pfalz seit 1992. Insgesamt setzt sich die Libellenzönose der Stadt Mainz nun zu fast 20% aus mediterranen Arten zusammen.
An einigen Gewässern erreichten die südliche Mosaikjungfer und die Feuerlibelle die höchste Abundanz unter den angetroffenen Arten.
Als Ursache für den starken Anstieg der Mittelmeerarten in Mainz können steigende Temperaturen im Jahresverlauf angenommen werden.
Während Vorkommen der ersten vier Arten auch aus anderen Regionen Rheinland-Pfalz bekannt sind, handelt es sich bei dem Nachweis der südlichen Heidelibelle um die erste Sichtbeobachtung dieser Art in Rheinland-Pfalz seit 1992. Insgesamt setzt sich die Libellenzönose der Stadt Mainz nun zu fast 20% aus mediterranen Arten zusammen.
An einigen Gewässern erreichten die südliche Mosaikjungfer und die Feuerlibelle die höchste Abundanz unter den angetroffenen Arten.
Als Ursache für den starken Anstieg der Mittelmeerarten in Mainz können steigende Temperaturen im Jahresverlauf angenommen werden.
Die Feuerlibelle - Crocothemis erythrea (Foto: C. Willigalla)
Auch in früheren Jahren ist es in Mainz bzw. ganz Rheinland-Pfalz zu „Einflügen“
mediterraner Arten gekommen. Allerdings konnten sich diese nie über einen längeren
Zeitraum halten. Die in 2006 nachgewiesenen Arten scheinen sich jedoch fest etabliert
zu haben. Ein Artrückgang bei den bisher bekannten Arten in Mainz konnte dagegen
noch nicht beobachtet werden. Dies liegt hauptsächlich daran, dass kälteliebende
Arten, dies sind besonders die Moorarten, in Mainz nicht vorkommen. Andere
Untersuchungen zeigen, dass z.B. in den Höhenlagen der Mittelgebirge mittlerweile
auch mediterrane Libellenarten nachgewiesen wurden. Gleichzeitig wird hier ein
Rückgang der Moorarten beobachtet.
Die Untersuchungen an den Mainzer Gewässern werden in den nächsten Jahren fortgesetzt, um Bestandsschwankungen und weitere Änderungen der Libellenzönose nun frühzeitig erkennen zu können. Denn die Ergebnisse zeigen, dass Libellen als mobile Tierartengruppe innerhalb kurzer Zeiträume von wenigen Jahren auf Klimaschwankungen reagieren.
Die Untersuchungen an den Mainzer Gewässern werden in den nächsten Jahren fortgesetzt, um Bestandsschwankungen und weitere Änderungen der Libellenzönose nun frühzeitig erkennen zu können. Denn die Ergebnisse zeigen, dass Libellen als mobile Tierartengruppe innerhalb kurzer Zeiträume von wenigen Jahren auf Klimaschwankungen reagieren.
![[ Weißstorch - Foto: Frank Derer ] [ Weißstorch - Foto: Frank Derer ]](/img/kopf/storch.jpg)
