Natur-Tipps - Frühling
Meister Lampe im Hochzeitsfieber
Nun verführen sie wieder Jung und Alt zum Naschen - die Osterhasen aus Schokolade und Marzipan. Aber wie steht es um die
Existenz des richtigen Feldhasen (Lepus europaeus)? Zurzeit lassen sie sich besonders häufig in der Natur beobachten, denn
im März ist Hasenhochzeit. „Die Fortpflanzungszeit der Feldhasen beginnt zwar schon früher im Winter und endet erst
im Oktober, von März bis April erreichen die Paarungsaktivitäten jedoch ihren Höhepunkt“, weiß Monika Bub vom NABU
Rheinland-Pfalz. Wilde Verfolgungsjagden spielen sich in dieser Zeit auf Feldern und Wiesengebieten, dem Lebensraum des
Feldhasen, ab. Die männlichen Hasen sammeln sich in Gruppen, vollführen Sprünge, jagen hinter den Häsinnen her und
„prügeln“ einander, wobei sie oft aufrecht auf den Hinterbeinen stehen. „Ein Schauspiel, das sich aus
der Entfernung gut beobachten lässt“, sagt Bub. Die jetzt leicht zu beobachtenden Ansammlungen der Feldhasen sollten
jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bestand der Hasen gefährdet sei.
Er ist in der „Roten Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere“ als „gefährdet“ (Kategorie 3) eingestuft. Heimisch sind Feldhasen in ganz Deutschland, allerdings gibt es je nach Bundesland sehr unterschiedliche Vorkommen. Der Bestandsrückgang ist jedoch bundesweit zu beobachten. „In einzelnen Regionen in Rheinland-Pfalz kann man sogar von einem drastischen Rückgang sprechen“ so Bub. Die Abschußzahlen belegen dies: Waren es im Zeitraum 1971/72 noch rund 170.000 geschossene Tiere, so zählt der Landesjagdverband die letzten 5 Jahre im Durchschnitt nur noch 15.000 pro Jahr.
„Die Ursachen der möglichen Gefährdung sind erkannt“, so die NABU Expertin. Der Hauptgrund sei sicherlich die intensive landwirtschaftliche Flächennutzung. So würde der Feldhase auf den großen monotonen Feldflächen unter anderem nicht genügend und zu wenig vielfältige Nahrung finden. „Der Pestizideinsatz in der herkömmlichen Landwirtschaft gibt dem Hasen den Rest. Dies macht ihn anfällig für Krankheiten und wirkt sich auch negativ auf seine Fruchtbarkeit aus“, erklärt Bub. Die Anbauweise des ökologischen Landbaus würden jedoch neue Lebensräume auch für Hasen schaffen. Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen können sie viele verschiedene Kräuter zum Fressen finden und abwechslungsreiche Kulturlandschaften bieten ihm auch die notwendigen Versteckplätze.
Aber auch Straßenverkehr und die trotz der Schutzbedürftigkeit immer noch durchgeführte Bejagung hätten Einfluss auf die negative Bestandsentwicklung.
Keinesfalls seien - wie von der Jagdlobby immer wieder behauptet - die natürlichen Gegenspieler des Hasen wie Fuchs und Greifvögel am Rückgang Schuld. „Die oft von der Jägerschaft beklagten hohen Fuchsbestände sind hausgemacht“, sagt Bub. Je mehr auf den Fuchs geschossen würde, umso mehr würde dessen Sozialstruktur durcheinandergebracht: In nicht bejagten Fuchspopulationen dürften sich nur die sogenannten alten Alpha-Fuchsweibchen fortpflanzen. Würden diese jedoch geschossen, könne sich jede Füchsin, also auch die Jungweibchen des Vorjahres, vermehren. Daher gelte: wenig Abschuss - geringe Fuchspopulation, hoher Abschuss - viele Füchse.
Um die Situation des Feldhasen zu verbessern, fordert der NABU gemeinsame Anstrengungen von Naturschützern, Landwirten sowie Entscheidungsträgern des Landes und der Kommunen. „Extensive, die Pflanzen- und Tierwelt schonende Landwirtschaft, ein Verbot der Bejagung sowie die drastische Reduzierung des Flächenverbrauches würden dem Feldhasen in Zukunft das Leben wieder etwas leichter machen“, erklärt Bub.
Er ist in der „Roten Liste der gefährdeten Pflanzen und Tiere“ als „gefährdet“ (Kategorie 3) eingestuft. Heimisch sind Feldhasen in ganz Deutschland, allerdings gibt es je nach Bundesland sehr unterschiedliche Vorkommen. Der Bestandsrückgang ist jedoch bundesweit zu beobachten. „In einzelnen Regionen in Rheinland-Pfalz kann man sogar von einem drastischen Rückgang sprechen“ so Bub. Die Abschußzahlen belegen dies: Waren es im Zeitraum 1971/72 noch rund 170.000 geschossene Tiere, so zählt der Landesjagdverband die letzten 5 Jahre im Durchschnitt nur noch 15.000 pro Jahr.
„Die Ursachen der möglichen Gefährdung sind erkannt“, so die NABU Expertin. Der Hauptgrund sei sicherlich die intensive landwirtschaftliche Flächennutzung. So würde der Feldhase auf den großen monotonen Feldflächen unter anderem nicht genügend und zu wenig vielfältige Nahrung finden. „Der Pestizideinsatz in der herkömmlichen Landwirtschaft gibt dem Hasen den Rest. Dies macht ihn anfällig für Krankheiten und wirkt sich auch negativ auf seine Fruchtbarkeit aus“, erklärt Bub. Die Anbauweise des ökologischen Landbaus würden jedoch neue Lebensräume auch für Hasen schaffen. Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen können sie viele verschiedene Kräuter zum Fressen finden und abwechslungsreiche Kulturlandschaften bieten ihm auch die notwendigen Versteckplätze.
Aber auch Straßenverkehr und die trotz der Schutzbedürftigkeit immer noch durchgeführte Bejagung hätten Einfluss auf die negative Bestandsentwicklung.
Keinesfalls seien - wie von der Jagdlobby immer wieder behauptet - die natürlichen Gegenspieler des Hasen wie Fuchs und Greifvögel am Rückgang Schuld. „Die oft von der Jägerschaft beklagten hohen Fuchsbestände sind hausgemacht“, sagt Bub. Je mehr auf den Fuchs geschossen würde, umso mehr würde dessen Sozialstruktur durcheinandergebracht: In nicht bejagten Fuchspopulationen dürften sich nur die sogenannten alten Alpha-Fuchsweibchen fortpflanzen. Würden diese jedoch geschossen, könne sich jede Füchsin, also auch die Jungweibchen des Vorjahres, vermehren. Daher gelte: wenig Abschuss - geringe Fuchspopulation, hoher Abschuss - viele Füchse.
Um die Situation des Feldhasen zu verbessern, fordert der NABU gemeinsame Anstrengungen von Naturschützern, Landwirten sowie Entscheidungsträgern des Landes und der Kommunen. „Extensive, die Pflanzen- und Tierwelt schonende Landwirtschaft, ein Verbot der Bejagung sowie die drastische Reduzierung des Flächenverbrauches würden dem Feldhasen in Zukunft das Leben wieder etwas leichter machen“, erklärt Bub.
![[ Weißstorch - Foto: Frank Derer ] [ Weißstorch - Foto: Frank Derer ]](/img/kopf/storch.jpg)
