. .

Unsere Naturschutzgebiete in Mainz und Umgebung


Auf Mainzer Stadtgebiet liegen sechs Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Gesamtgröße von 1.762 ha, wobei die Gebiete sich allesamt bis in den Landkreis Mainz-Bingen hinein ausdehnen. Die populärsten Naturschutzgebiete sind sicherlich der Lennebergwald (788 ha) , das Laubenheimer-Bodenheimer Ried (182 ha) und der Mainzer Sand (139 ha). Daneben gibt es auch noch das NSG Mombacher Rheinufer (39 ha), das NSG Höllenberg (283 ha) und das NSG Am Roten Weg/Berggewann (331 ha), das als letztes im Jahr 2000 durch die SGD Süd ausgewiesen wurde und bis heute von den Gemeinden vor Gericht bekämpft wird.

Im Landkreis Mainz-Bingen gibt es, zusätzlich zu den oben genannten, 37 Naturschutzgebiete, die ebenfalls teilweise in die benachbarten Landkreise Alzey-Worms und Bad Kreuznach hineinreichen. Diese Naturschutzgebiete umfassen noch einmal insgesamt 2.097 ha und reichen im einzelnen von 5 ha (NSG Im Flößrich/Gänsklauer bei Bubenheim/Schwabenheim) bis 336 ha (NSG Fulder Aue - Ilmen Aue, Rheinufer zwischen Ingelheim und Bingen-Gaulsheim). Viele der sehr kleinen Naturschutzgebiete, vor allem entlang der Selz, entfalten ihre Bedeutung als Trittsteine im Rahmen eines Biotopverbundes. Die Gesamtgröße der ausgewiesenen Naturschutzflächen relativiert sich weiterhin dadurch, dass die Gebiete zum großen Teil nicht aus der Nutzung durch den Menschen herausgenommen sind, sondern weiterhin ordnungsgemäße Landwirtschaft in ihnen zulässig ist.


Klicken Sie auf den Text-Titel, um den vollständigen Artikel aufzurufen ...

  • „Sandgrube am Weilersberg“ bei Heidesheim
    Der berühmte Mainzer Sand, der seine Entstehung der Eiszeit im Pleistozän verdankt, gehört mit seiner Reliktflora zweifellos zu den eigentümlichsten und eindrucksvollsten Biotopen unserer Region. Weniger bekannt ist vielleicht, dass sich ausgedehnte Flugsandfelder aus demselben Erdzeitalter, teilweise mit dem seltenen Biotoptyp der Binnendünen, von Mainz bis nach Ingelheim hinziehen. Diese interessanten Bereiche mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt wurden unlängst unter der Bezeichnung „Kalkflugsandgebiet Mainz-Ingelheim“ als europäisches Fauna-Flora-Habitat (FFH) 6014-302 unter Schutz gestellt. ...

  • „Layenhof: Ein Naturschatz - direkt vor den Toren der Stadt“
    Das Layenhofgelände westlich von Finthen schließt ein ehemaliges Kasernengelände und den Flugplatz Mainz-Finthen ein. Insbesondere das Flugfeld und seine Umgebung bis zur Grenze des Ober-Olmer Waldes haben sich nach dem Ende der militärischen Nutzung 1994 zu einem für unsere Gegend ungewöhnlichen Biotop entwickelt. ...

  • „Jakobsberg“
    Das NSG Jakobsberg liegt in der Gemarkung Ockenheim, zur Verbandsgemeinde Gau-Algesheim gehörend. Es wurde am 10. Dezember 1985 per Rechtsverordnung ausgewiesen und umfasst zwei getrennte Teilflächen von ca. 7 ha bzw. 22 ha Größe. ...

  • „Laubenheimer-Bodenheimer Ried“
    Das heutige Naturschutzgebiet (NSG) Laubenheimer-Bodenheimer Ried wurde in zwei Teilschritten ausgewiesen. Zunächst wurde am 29. Januar 1982 ein 71 ha großes Areal der Namengebenden Rheinniederung unter Schutz gestellt. Dann folgte am 17. Juni 1998 eine Erweiterung um 110 ha, somit zu einem Zeitpunkt, als das vom Land Rheinland-Pfalz beantragte Raumordnungsverfahren über die Errichtung eines Hochwasserrückhalteraumes bereits im Januar 1996 zu dem Ergebnis gekommen war, dass die Errichtung eines technisch gesteuerten Polders Laubenheim-Bodenheim raumverträglich sei. ...

  • „Warum der Layenhof bisher nicht Nationales Naturerbe geworden ist“
    Es war nicht das übliche Sommertheater, dass in der nachrichtenarmen Zeit der Layenhof zum umstrittenen Pressethema wurde. Auch der NABU beteiligte sich an der öffentlichen Diskussion. Worum ging es? ...

  • „Fulder Aue - Ilmen Aue“
    Das Naturschutzgebiet Fulder Aue - Ilmen Aue östlich von Bingen hat eine Größe von 341 ha. Die beiden Inseln Fulder Aue und Ilmen Aue sind namensgebend für diesen Abschnitt des „Inselrheines“. Sie liegen im Strom des Rheines und sind durch sogenannte Leitwerke (Steinaufschüttungen) verbunden. Zwischen den Leitwerken und dem Rheinufer befinden sich ausgedehnte Stillwasserflächen. ...

  • NSG „Hahnheimer Bruch“
    Der Hahnheimer Bruch erstreckt sich im Selztal zwischen den Ortschaften Hahnheim und Sörgenloch. Er wurde am 13. Februar 1990 per Rechtsverordnung zum Naturschutzgebiet bestimmt. Seine Größe beläuft sich auf ca. 42 ha. Er ist auch Teil des Vogelschutzgebietes gemäß der Europäischen Vogelschutzrichtlinie, welches das gesamte Selztal zwischen Hahnheim und Ingelheim umfasst. ...

  • „Gau-Algesheimer Kopf“
    Bei vielen Menschen erweckt der herannahende Herbst wieder Lust auf Waldluft. Wem der Lennebergwald zu überlaufen und der Binger Wald zu weit entfernt ist, dem möchte ich einmal einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet Gau-Algesheimer Kopf ans Herz legen. Das NSG in seiner heutigen Größe entstand in zwei Stufen. Zunächst wurde am 25. April 1980 ein Gebiet von 47 ha in den Gemarkungen Gau-Algesheim und Verbandsgemeinde Gau-Algesheim ausgewiesen. ...

  • „Mombacher Rheinufer“
    Das NSG Mombacher Rheinufer wurde am 23. Juni 1995 per Rechtsverordnung ausgewiesen und erstreckt sich in etwa vom Mombacher Kreisel am Ende der Rheinallee bis zur Gemarkungsgrenze Budenheim. Das Gebiet umfasst die übrig gebliebene Restfläche der natürlichen Rheinauen, bestehend aus Auenwald, Feuchtwiesen und Altgewässern, und ist ca. 64 ha groß. ...

  • „Hinter der Mortkaute“
    Das NSG Hinter der Mortkaute bei Bingen ist Ihnen vielleicht schon namentlich in unserem Programmteil bei unserem Angebot an Vogelexkursionen aufgefallen.
    Die Mortkaute ist ein künstlich geschaffenes Flachwasserbiotop. Von 1976 bis 1978 wurde hier auf einer Fläche von 18 ha Kies für den Bau des Auto­bahn­drei­ecks Nahetal abgebaut. ...