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Unsere Naturschutzgebiete in Mainz und Umgebung

NSG „Fulder Aue - Ilmen Aue“


Das Naturschutzgebiet Fulder Aue - Ilmen Aue östlich von Bingen hat eine Größe von 341 ha. Die beiden Inseln Fulder Aue und Ilmen Aue sind namensgebend für diesen Abschnitt des „Inselrheines“. Sie liegen im Strom des Rheines und sind durch sogenannte Leitwerke (Steinaufschüttungen) verbunden. Zwischen den Leitwerken und dem Rheinufer befinden sich ausgedehnte Stillwasserflächen.

[ Gerade im Winter einen Besuch wert: das Naturschutzgebiet Fulder Aue - Ilmen Aue (Foto: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen) ]
Gerade im Winter einen Besuch wert: das Naturschutzgebiet Fulder Aue - Ilmen Aue (Foto: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen)

Überflutungen prägen die Aue

Die landseitigen Flächen des Naturschutzgebietes sind durch regelmäßige Überschwemmungen des Rheines geprägt: Feuchte Mulden und Rinnen, Röhrichte, Weidengebüsche und Weichholzauenwälder bieten einer Vielzahl seltener Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Als Brutvögel sind hier Teich- und Sumpfrohrsänger, Pirol, Nachtigall und Kleinspecht u.v.m. zu finden. Auf weniger häufig überfluteten Flächen stehen kleinflächig Hartholzauenwälder mit Eichen und Ulmen. Extensiv genutzte Streuobstwiesen und Feuchtwiesen stellen einen weiteren Lebensraumtyp des Naturschutzgebietes dar.

[ Typischer Wintergast: die Reiherente (Foto: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen) ]
Typischer Wintergast: die Reiherente (Foto: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen)

Ein Schutzgebiet internationaler Bedeutung

Für den internationalen Wasservogelschutz hat das Gebiet als wichtiger Trittstein des Vogelzuges eine große Bedeutung. Zahlreiche nordische Enten, Säger, Taucher, Möwen und Gänse nutzen diese Wasserflächen als Überwinterungsgebiet. Bei niedrigem Wasserstand im Herbst und Frühjahr dienen Schlamm-, Sand-, und Kiesflächen durchziehenden Limikolen als Rastplatz. Auch seltene Durchzügler wie der Fischadler können regelmäßig beobachtet werden.

Besuchen Sie dieses Naturschutzgebiet mit unserer ornithologischen Exkursion am 13.01.2007 oder bei der Schiffsexkursion des NABU Bingen am 26.11.2006 (siehe Programm).

Für individuelle Beobachtungsangebote und weitere Infos wenden Sie sich bitte an den Auen-Service, c/o Olaf Strub, NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen, Telefon 0 67 21 / 1 43 67.