Unsere Naturschutzgebiete in Mainz und Umgebung
Jakobsberg
Das NSG Jakobsberg liegt in der Gemarkung Ockenheim, zur Verbandsgemeinde Gau-Algesheim gehörend.
Es wurde am 10. Dezember 1985 per Rechtsverordnung ausgewiesen und umfasst zwei getrennte Teilflächen von
ca. 7 ha bzw. 22 ha Größe. Die kleinere Teilfläche liegt nordöstlich des Benediktinerklosters
Jakobsberg unterhalb des talwärts führenden Spazierwegs nach Gau-Algesheim. Sie schließt sich an die
Obstgärten des Klosters an. Die größere und für Spaziergänger interessantere Teilfläche liegt südwestlich der Klosteranlage
und erstreckt sich in Richtung Dromersheim. Seine Bedeutung erhält das NSG aufgrund des durch langjährige Pflegemaßnahmen
weitgehend optimal entwickelten Komplexes aus großflächigen Trocken- und Halbtrockenrasen, den sie umgebenden
Gebüschen und Streuobstwiesen sowie den feuchteren Bereichen. Es umfasst die am weitesten ausgedehnten
Offenlandflächen bzw. Kalkmagerrasen im nördlichen Rheinhessen.
Am besten erschließt sich einem das Gebiet, wenn man seinen Spaziergang am 265 Meter hoch gelegenen Kloster beginnt. Ein Hochstammgehölz vor dem sakralen Gebäude wurde als Bestand unter Naturschutz gestellt und trägt das Naturdenkmalschildchen. Der Park mit seinem großen Teich innerhalb der Klosteranlage kann betreten werden. Vom Park aus führt eine lange Treppe hinab zur Zufahrtsstraße von Ockenheim kommend. Dieser folgt man bergab und genießt derweil den herrlichen Blick über das weite Rheintal, den Taunus bis zum großen Feldberg hin, den Rheingau und den Hunsrück. Nach Durchlaufen der Rechtskurve geht nach einigen Häuserzufahrten auf der linken Seite ein hohlwegartiger Spazierweg ab, der nach kuürzer Zeit in das Naturschutzgebiet führt.
Zu Beginn des Spazierwegs fallen die zahlreichen Vernässungsstellen und Quellhorizonte auf. In diesen Bereichen stehen feuchte Wälder und Gebüsche, wachsen Weiden und Schilf sowie von Seggen und Binsen dominierte Nasswiesen. Zu den typischen Zeigerarten für die Quell- und Sickerhorizonte zählen die Knollen- und Kratzdistel, der weidenblättrige Alant und die Spargelbohne. Nach kurzer Zeit öffnet sich dann der weite Blick über das charakteristische Landschaftsbild mit seinen am Hang verlaufenden, Gebüsch gesäumten Trocken- und Halbtrockenrasenflächen im lockeren Wechsel mit Weinanbauflächen. Vogelbegeisterten Spaziergängern schlägt hier zuweilen das Herz höher, lassen sich in diesem Lebensraum doch wunderbar Neuntöter und Schwarzkehlchen beobachten.
Am besten erschließt sich einem das Gebiet, wenn man seinen Spaziergang am 265 Meter hoch gelegenen Kloster beginnt. Ein Hochstammgehölz vor dem sakralen Gebäude wurde als Bestand unter Naturschutz gestellt und trägt das Naturdenkmalschildchen. Der Park mit seinem großen Teich innerhalb der Klosteranlage kann betreten werden. Vom Park aus führt eine lange Treppe hinab zur Zufahrtsstraße von Ockenheim kommend. Dieser folgt man bergab und genießt derweil den herrlichen Blick über das weite Rheintal, den Taunus bis zum großen Feldberg hin, den Rheingau und den Hunsrück. Nach Durchlaufen der Rechtskurve geht nach einigen Häuserzufahrten auf der linken Seite ein hohlwegartiger Spazierweg ab, der nach kuürzer Zeit in das Naturschutzgebiet führt.
Zu Beginn des Spazierwegs fallen die zahlreichen Vernässungsstellen und Quellhorizonte auf. In diesen Bereichen stehen feuchte Wälder und Gebüsche, wachsen Weiden und Schilf sowie von Seggen und Binsen dominierte Nasswiesen. Zu den typischen Zeigerarten für die Quell- und Sickerhorizonte zählen die Knollen- und Kratzdistel, der weidenblättrige Alant und die Spargelbohne. Nach kurzer Zeit öffnet sich dann der weite Blick über das charakteristische Landschaftsbild mit seinen am Hang verlaufenden, Gebüsch gesäumten Trocken- und Halbtrockenrasenflächen im lockeren Wechsel mit Weinanbauflächen. Vogelbegeisterten Spaziergängern schlägt hier zuweilen das Herz höher, lassen sich in diesem Lebensraum doch wunderbar Neuntöter und Schwarzkehlchen beobachten.
Reine Landwirtschaft ist kaum anzutreffen, und auch der sonst in Rheinhessen übliche Obstanbau spielt hier nur
eine untergeordnete Rolle. Dem aufmerksamen Beobachter fallen an den Hängen leicht verschobene Rebenzeilen auf,
Hinweise für die Hangrutschungen am Jakobsberg. Sie reichen von kleineren Rutschungen bis zu solchen, bei denen
am Hang große Schollen abrutschen. Entscheidend für die Entstehung sind die geologischen Verhältnisse,
auslösender Faktor ist jedoch immer der Witterungsverlauf.
Schon von weitem erkennt man das Ockenheimer Hörnchen mit seinem imposanten Friedenskreuz. Es wurde 1952 von Soldaten errichtet, die aus dem 2. Weltkrieg heimkehrten. Am Ockenheimer Hörnchen befindet sich die am Jakobsberg floristisch interessanteste Stelle. Die größte Besonderheit hier ist das weiße Apenninen-Sonnenröschen, welches namentlich in den Trockenrasen Italiens und Frankreichs weit verbreitet ist, jedoch bei uns sonst nur noch am Hieberg bei Stadecken-Elsheim und am Gau-Algesheimer Kopf vorkommt. Es erblüht weiß und hat neben dem länglichen Blattwerk noch priemliche Nebenblätter in Fadenform aufzuweisen. Im Herbst erfreut die seltene Goldaster, bei welcher die gelben Blütenköpfe dicht in doldigen Blütenständen stehen.
Nach dem Aufstieg zum Friedenskreuz laden Sitzbänke zum Verweilen ein, um den herrlichen Ausblick, jetzt auch in westlicher Richtung auf Dromersheim und in Richtung Bad Kreuznach und die Hunsrückhöhen, in aller Ruhe zu genießen. Mäusebussarde und Schwarzmilane nutzen gerne die Hangthermik, um sich von den aufsteigenden Luftmassen mühelos mit in die Höhe tragen zu lassen.
Wen es wieder nach Hause zieht, folgt vom Friedenskreuz dem schmalen Pfädchen zu einem Spazierweg, biegt hier nach links ein und erreicht in Kürze wieder die Klosteranlage. Wessen Unternehmungslust dagegen noch nicht gestillt ist, dem empfehle ich den gleichen Spazierweg nach rechts zu nehmen, um auch noch die wunderbar intakte Kulturlandschaft des Laurenzibergs kennenzulernen, in der sich über vierzig Vogelarten beobachten lassen.
Schon von weitem erkennt man das Ockenheimer Hörnchen mit seinem imposanten Friedenskreuz. Es wurde 1952 von Soldaten errichtet, die aus dem 2. Weltkrieg heimkehrten. Am Ockenheimer Hörnchen befindet sich die am Jakobsberg floristisch interessanteste Stelle. Die größte Besonderheit hier ist das weiße Apenninen-Sonnenröschen, welches namentlich in den Trockenrasen Italiens und Frankreichs weit verbreitet ist, jedoch bei uns sonst nur noch am Hieberg bei Stadecken-Elsheim und am Gau-Algesheimer Kopf vorkommt. Es erblüht weiß und hat neben dem länglichen Blattwerk noch priemliche Nebenblätter in Fadenform aufzuweisen. Im Herbst erfreut die seltene Goldaster, bei welcher die gelben Blütenköpfe dicht in doldigen Blütenständen stehen.
Nach dem Aufstieg zum Friedenskreuz laden Sitzbänke zum Verweilen ein, um den herrlichen Ausblick, jetzt auch in westlicher Richtung auf Dromersheim und in Richtung Bad Kreuznach und die Hunsrückhöhen, in aller Ruhe zu genießen. Mäusebussarde und Schwarzmilane nutzen gerne die Hangthermik, um sich von den aufsteigenden Luftmassen mühelos mit in die Höhe tragen zu lassen.
Wen es wieder nach Hause zieht, folgt vom Friedenskreuz dem schmalen Pfädchen zu einem Spazierweg, biegt hier nach links ein und erreicht in Kürze wieder die Klosteranlage. Wessen Unternehmungslust dagegen noch nicht gestillt ist, dem empfehle ich den gleichen Spazierweg nach rechts zu nehmen, um auch noch die wunderbar intakte Kulturlandschaft des Laurenzibergs kennenzulernen, in der sich über vierzig Vogelarten beobachten lassen.
![[ NSF-Schild West (Foto: Helge May) ] [ NSF-Schild West (Foto: Helge May) ]](/img/kopf/nsg-schild_west_helge_may.jpg)
