Unsere Naturschutzgebiete in Mainz und Umgebung
Layenhof: Ein Naturschatz - direkt vor den Toren der Stadt
Besondere Vögel beobachten, Fliegern zuschauen, Schafe blöken hören, spazierengehen - wo?
Das Layenhofgelände westlich von Finthen schließt ein ehemaliges Kasernengelände
und den Flugplatz Mainz-Finthen ein. Insbesondere das Flugfeld und seine Umgebung bis zur Grenze
des Ober-Olmer Waldes haben sich nach dem Ende der militärischen Nutzung 1994 zu einem für
unsere Gegend ungewöhnlichen Biotop entwickelt.
Vor allem das ungenutzte Areal südlich der Graslandebahn, aber auch die Fläche nördlich davon bis zur Asphaltlandebahn bieten Bodenbrütern ein sicheres Zuhause und Bewohnern des nahen Waldes Gelegenheit zur Nahrungssuche. In den letzten Jahren fand - verantwortet vom derzeitigen Eigentümer, der Bundesvermögensverwaltung - regelmäßig Schafbeweidung statt.
Der um 1986 errichtete feste Zaun um das gesamte Flugplatzgelände mag das Auge des Naturliebhabers zunächst stören, aber er kommt in doppelter Hinsicht der Fauna und Flora zugute. Zum einen wird der Weg rings um das eingezäunte Gebiet vielfach zur Naherholung genutzt (nicht zuletzt von vielen Hundehaltern), zum anderen bietet auch er sich natürlich als Ansitz- und Singwarte für Vögel an.
Eine kleine Vogelkartierung, die ich im Jahre 2005 mit vier Begehungen des umzäunten Geländes durchführte, zeigte ein reichhaltiges Spektrum an Brutvögeln und „Nahrungsgästen“. Sehr zahlreich brüteten Feldlerchen, in Zaunnähe mehrere Schwarzkehlchen und Grauammern, vereinzelt gab es Feldsperlingskolonien.
Unbestätigte „Brutverdachtsfälle“ schlossen Bach- und Schafstelze, Wachtel und Rebhuhn ein. Besucht wurde das Gebiet häufig u.a. von Turmfalke, Schwarzmilan, Rauch- und Mehlschwalben, einzelne Begegnungen gab es mit Wiedehopf, Neuntöter und Kiebitz.
Die Zahl der Schwarzkehlchenreviere hat seither leicht (von vier auf sechs) zugenommen, die der Neuntöter ist deutlich gewachsen, von einer kurzen Sichtung 2005 auf mindestens drei entlang des südlichen Zaunes.
Ein paar Tipps für Selbst-Entdecker: Vom westlichen Ortsausgang Finthen über den asphaltierten Landwirtschaftsweg halb links erreicht man den östlichen Flugplatzrand. Von Beginn an lohnt es sich, immer den Zaun im Auge zu behalten, während man zunächst der Straße entlang der Ostseite folgt. Von dort ist auch bereits das reiche Feldlerchenvorkommen innerhalb des Zaunes wahrzunehmen.
Wo der Weg im weiteren Verlauf rechts abknickt, gerät man in die Übergangszone zwischen Ober-Olmer Wald und Freifläche, mit alten Obstbäumen und lockerem Buschwerk. Hier halten sich unter anderem Pirol, Bunt- und Grünspecht und natürlich Neuntöter auf. Eine NABUSteinkauzröhre ist seit 2005 zuverlässig mit Nachwuchs besetzt.
Es empfiehlt sich, zumindest bis zum südlichen Zauntor weiterzugehen; dort treffen Obstplantagen auf das Steppengelände, und es tummeln sich Distelfinken, Schwalben, Lerchen, Schwarzkehlchen, Neuntöter und Grauammern in der Nähe der alten Baracke hinter dem Zaun.
Leider ist die Zukunft dieses reizvollen Lebensraumes momentan ziemlich ungewiß. Immer wieder sprießen Bebauungsphantasien, und um das Flugplatzgelände liefern sich Stadt, Bund und Luftfahrtverein heftige Rangeleien.
Vor allem das ungenutzte Areal südlich der Graslandebahn, aber auch die Fläche nördlich davon bis zur Asphaltlandebahn bieten Bodenbrütern ein sicheres Zuhause und Bewohnern des nahen Waldes Gelegenheit zur Nahrungssuche. In den letzten Jahren fand - verantwortet vom derzeitigen Eigentümer, der Bundesvermögensverwaltung - regelmäßig Schafbeweidung statt.
Der um 1986 errichtete feste Zaun um das gesamte Flugplatzgelände mag das Auge des Naturliebhabers zunächst stören, aber er kommt in doppelter Hinsicht der Fauna und Flora zugute. Zum einen wird der Weg rings um das eingezäunte Gebiet vielfach zur Naherholung genutzt (nicht zuletzt von vielen Hundehaltern), zum anderen bietet auch er sich natürlich als Ansitz- und Singwarte für Vögel an.
Eine kleine Vogelkartierung, die ich im Jahre 2005 mit vier Begehungen des umzäunten Geländes durchführte, zeigte ein reichhaltiges Spektrum an Brutvögeln und „Nahrungsgästen“. Sehr zahlreich brüteten Feldlerchen, in Zaunnähe mehrere Schwarzkehlchen und Grauammern, vereinzelt gab es Feldsperlingskolonien.
Unbestätigte „Brutverdachtsfälle“ schlossen Bach- und Schafstelze, Wachtel und Rebhuhn ein. Besucht wurde das Gebiet häufig u.a. von Turmfalke, Schwarzmilan, Rauch- und Mehlschwalben, einzelne Begegnungen gab es mit Wiedehopf, Neuntöter und Kiebitz.
Die Zahl der Schwarzkehlchenreviere hat seither leicht (von vier auf sechs) zugenommen, die der Neuntöter ist deutlich gewachsen, von einer kurzen Sichtung 2005 auf mindestens drei entlang des südlichen Zaunes.
Ein paar Tipps für Selbst-Entdecker: Vom westlichen Ortsausgang Finthen über den asphaltierten Landwirtschaftsweg halb links erreicht man den östlichen Flugplatzrand. Von Beginn an lohnt es sich, immer den Zaun im Auge zu behalten, während man zunächst der Straße entlang der Ostseite folgt. Von dort ist auch bereits das reiche Feldlerchenvorkommen innerhalb des Zaunes wahrzunehmen.
Wo der Weg im weiteren Verlauf rechts abknickt, gerät man in die Übergangszone zwischen Ober-Olmer Wald und Freifläche, mit alten Obstbäumen und lockerem Buschwerk. Hier halten sich unter anderem Pirol, Bunt- und Grünspecht und natürlich Neuntöter auf. Eine NABUSteinkauzröhre ist seit 2005 zuverlässig mit Nachwuchs besetzt.
Es empfiehlt sich, zumindest bis zum südlichen Zauntor weiterzugehen; dort treffen Obstplantagen auf das Steppengelände, und es tummeln sich Distelfinken, Schwalben, Lerchen, Schwarzkehlchen, Neuntöter und Grauammern in der Nähe der alten Baracke hinter dem Zaun.
Leider ist die Zukunft dieses reizvollen Lebensraumes momentan ziemlich ungewiß. Immer wieder sprießen Bebauungsphantasien, und um das Flugplatzgelände liefern sich Stadt, Bund und Luftfahrtverein heftige Rangeleien.
![[ NSF-Schild West (Foto: Helge May) ] [ NSF-Schild West (Foto: Helge May) ]](/img/kopf/nsg-schild_west_helge_may.jpg)
