Unsere Naturschutzgebiete in Mainz und Umgebung
NSG „Hinter der Mortkaute“
Das NSG Hinter der Mortkaute bei Bingen ist Ihnen vielleicht schon namentlich in unserem Programmteil bei
unserem Angebot an Vogelexkursionen aufgefallen.
Die Mortkaute ist ein künstlich geschaffenes Flachwasserbiotop. Von 1976 bis 1978 wurde hier auf einer Fläche von 18 ha Kies für den Bau des Autobahndreiecks Nahetal abgebaut. Anschließend wurde wieder Mutterboden angefahren, damit die Grundstückseigentümer, wie zuvor auch, auf dieser Fläche Landwirtschaft betreiben konnten.
Bei der Auskiesung lag der Grundwasserstand ähnlich niedrig wie heute. Ab 1979 aber stieg der Grundwasserspiegel stetig an, bis 1982 die Höchstmarke erreicht war. Zu dieser Zeit stand die Grube voll mit Wasser. Mit dem Wasser kamen auch viele Wasservogelarten, wie Enten- und Watvögel, die hier auf einmal im sonst sehr trockenen Rheinhessen einen idealen Nahrungs- und Brutraum vorfanden. Zudem wirkte die von weithin sichtbare Wasserfläche an der Vogelzugstraße des Oberrheingrabens wie ein Magnet auf die durchziehenden Vögel, die hier seitdem gerne für einige Tage rasten oder auch gleich ganz überwintern.
Aufgrund seiner Bedeutung für die Vogelwelt wurden die Flächen fast vollständig vom NABU und vom Land Rheinland-Pfalz aufgekauft und 1982 rechtskräftig als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Allerdings ging der Wasserspiegel dann ab 1982 langsam aber stetig wieder zurück, bis ab 1988 nur noch sporadisch kleine Wasserflächen vorhanden waren. Inzwischen weiß man, dass in diesem Bereich des Nahetals der Grundwasserspiegel in Zeiträumen von 7 bis 12 Jahren bis zu 2 Meter schwankt.
Naturschutzverbände und Naturschutzbehörden fassten den Beschluss, in zwei Teilbereichen des Naturschutzgebietes Vertiefungen vorzunehmen, damit auch in trockenen Jahren noch Feuchtflächen vorhanden sind. Fast drohte aber die Realisierung wieder am Geld zu scheitern, doch konnte der NABU Bingen schließlich die Firma Gaul aus Sprendlingen und die Firma Berg aus Bingen als Sponsoren für die Erdarbeiten gewinnen.
Die Mortkaute ist ein sehr besucherfreundliches Naturschutzgebiet. Um das Flachwasserbiotop herum ist ein Rundweg ausgeschildert. Der NABU Bingen hat zudem mehrere Beobachtungshütten aufgestellt, aus denen die Vögel sehr gut beobachtet werden können, ohne dass sie gestört werden. Außerdem ist auf mehreren Schautafeln viel Wissenswertes über die zu beobachtende Natur zu erfahren.
Anfahrt:
Von Mainz kommend über die A 60 Richtung Bingen, Abfahrt Ingelheim-West, weiter L 41 Richtung Gau-Algesheim, durch Gau-Algesheim und Ockenheim hindurch, dann rechts Richtung Bingen (am Gasthaus Kutschereck), kurz hinter der Brücke über die Autobahn ist links der Parkplatz ausgeschildert.
Die Mortkaute ist ein künstlich geschaffenes Flachwasserbiotop. Von 1976 bis 1978 wurde hier auf einer Fläche von 18 ha Kies für den Bau des Autobahndreiecks Nahetal abgebaut. Anschließend wurde wieder Mutterboden angefahren, damit die Grundstückseigentümer, wie zuvor auch, auf dieser Fläche Landwirtschaft betreiben konnten.
Bei der Auskiesung lag der Grundwasserstand ähnlich niedrig wie heute. Ab 1979 aber stieg der Grundwasserspiegel stetig an, bis 1982 die Höchstmarke erreicht war. Zu dieser Zeit stand die Grube voll mit Wasser. Mit dem Wasser kamen auch viele Wasservogelarten, wie Enten- und Watvögel, die hier auf einmal im sonst sehr trockenen Rheinhessen einen idealen Nahrungs- und Brutraum vorfanden. Zudem wirkte die von weithin sichtbare Wasserfläche an der Vogelzugstraße des Oberrheingrabens wie ein Magnet auf die durchziehenden Vögel, die hier seitdem gerne für einige Tage rasten oder auch gleich ganz überwintern.
Aufgrund seiner Bedeutung für die Vogelwelt wurden die Flächen fast vollständig vom NABU und vom Land Rheinland-Pfalz aufgekauft und 1982 rechtskräftig als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Allerdings ging der Wasserspiegel dann ab 1982 langsam aber stetig wieder zurück, bis ab 1988 nur noch sporadisch kleine Wasserflächen vorhanden waren. Inzwischen weiß man, dass in diesem Bereich des Nahetals der Grundwasserspiegel in Zeiträumen von 7 bis 12 Jahren bis zu 2 Meter schwankt.
Naturschutzverbände und Naturschutzbehörden fassten den Beschluss, in zwei Teilbereichen des Naturschutzgebietes Vertiefungen vorzunehmen, damit auch in trockenen Jahren noch Feuchtflächen vorhanden sind. Fast drohte aber die Realisierung wieder am Geld zu scheitern, doch konnte der NABU Bingen schließlich die Firma Gaul aus Sprendlingen und die Firma Berg aus Bingen als Sponsoren für die Erdarbeiten gewinnen.
Die Mortkaute ist ein sehr besucherfreundliches Naturschutzgebiet. Um das Flachwasserbiotop herum ist ein Rundweg ausgeschildert. Der NABU Bingen hat zudem mehrere Beobachtungshütten aufgestellt, aus denen die Vögel sehr gut beobachtet werden können, ohne dass sie gestört werden. Außerdem ist auf mehreren Schautafeln viel Wissenswertes über die zu beobachtende Natur zu erfahren.
Anfahrt:
Von Mainz kommend über die A 60 Richtung Bingen, Abfahrt Ingelheim-West, weiter L 41 Richtung Gau-Algesheim, durch Gau-Algesheim und Ockenheim hindurch, dann rechts Richtung Bingen (am Gasthaus Kutschereck), kurz hinter der Brücke über die Autobahn ist links der Parkplatz ausgeschildert.
![[ NSF-Schild West (Foto: Helge May) ] [ NSF-Schild West (Foto: Helge May) ]](/img/kopf/nsg-schild_west_helge_may.jpg)
