Natur-Tipps - Sommer
Rehkitze, junge Hasen, Vögel: anfassen oder Finger weg?
Foto: www.pixelquelle.de
Rund 100.000 Rehkitze und zahllose Hasen, Fasane oder Kiebitze werden jedes
Jahr in Deutschland durch Mahd verletzt oder getötet. Bei Gefahr ducken sich die
Kitze oder Feldhasenjungen instinktiv ins tiefe Gras statt zu fliehen - eine Strategie,
die gegen den Fuchs wirksam ist, bei nahenden Kreiselmähern aber oft tödlich
endet. (Angaben des Deutschen Jagdschutz-Verbandes)
Eine gewisse Abhilfe bringen Vogelscheuchen (am Tag vor der Mahd aufgestellte flatternde Säcke oder Girlanden), Blinklichter oder das Abgehen der Fläche mit einem geeigneten Hund (dabei besteht jedoch die Gefahr von Trittverletzungen!). Auch das neue Mäh- und Mulchverbot vom 1. April bis 30. Juni auf stillgelegten Flächen im Rahmen von Agrarsubventionen reduziert die Zahl der Unfälle.
Was ist jedoch zu tun, wenn bei Mäharbeiten noch rechtzeitig auf ein Jungtier gestoßen wird? Der Autor hat hierzu zehn Naturschützer, Jäger, Förster und Wild biologen befragt. Das Ergebnis ist sehr widersprüchlich, da diese Frage nicht zum Prüfungswissen von Förstern oder Jägern gehört und daher die Antworten nur aus wenig eigener Erfahrung, meist aber nur vom Hörensagen stammen.
Mit aller Unsicherheit und Vorsicht lassen sich aus der Umfrage folgende Empfehlungen ableiten: Ein Aufschieben von Mähterminen weit über den 1. Juli hinaus bringt nicht viel, da selbst im Herbst Jungtiere geboren werden.
Möglicherweise hat der Klimawandel auch zu längeren Brut- und Aufzuchtzeiten geführt und damit zu mehr Unfällen.
Es scheint nicht sinnvoll zu sein, um das Jungtier eine ungemähte Insel zu belassen, da der Fuchs angelockt wird. Stattdessen sollte das frei gemähte Tier an den Rand der Mähfläche gesetzt werden, jedoch möglichst nahe zur Fundstelle. In der Regel findet die Mutter ihr Kind wieder.
Wegen der hohen Geruchsempfindlichkeit sollte ein Säugetier nur im Notfall angefasst werden. Dabei sollen Grasbüschel, Stroh oder notfalls Arbeitshandschuhe benutzt werden. Ein Streicheln darf nicht sein.
Die oft vertretene Meinung, dass Hasen unempfindlicher als Rehe sind, hat Anhänger und Gegner. Daher sollten sicherheitshalber junge Hasen genau so vorsichtig behandelt werden wie Rehkitze.
Vögel haben im Allgemeinen nur einen schlechten Geruchssinn und können daher ungeschützt angefasst werden. Da jedoch die meisten aufgefundenen Vögel Jungtiere sind, deren Eltern versteckt im Hintergrund nur darauf warten, dass der Störenfried Mensch verschwindet, sollte man auch hier nur im Notfall zugreifen. So kann es sinnvoll sein, ein Tier von der Straße zu retten oder auf ein katzensicheres Garagendach zu setzen.
Eine gewisse Abhilfe bringen Vogelscheuchen (am Tag vor der Mahd aufgestellte flatternde Säcke oder Girlanden), Blinklichter oder das Abgehen der Fläche mit einem geeigneten Hund (dabei besteht jedoch die Gefahr von Trittverletzungen!). Auch das neue Mäh- und Mulchverbot vom 1. April bis 30. Juni auf stillgelegten Flächen im Rahmen von Agrarsubventionen reduziert die Zahl der Unfälle.
Was ist jedoch zu tun, wenn bei Mäharbeiten noch rechtzeitig auf ein Jungtier gestoßen wird? Der Autor hat hierzu zehn Naturschützer, Jäger, Förster und Wild biologen befragt. Das Ergebnis ist sehr widersprüchlich, da diese Frage nicht zum Prüfungswissen von Förstern oder Jägern gehört und daher die Antworten nur aus wenig eigener Erfahrung, meist aber nur vom Hörensagen stammen.
Mit aller Unsicherheit und Vorsicht lassen sich aus der Umfrage folgende Empfehlungen ableiten: Ein Aufschieben von Mähterminen weit über den 1. Juli hinaus bringt nicht viel, da selbst im Herbst Jungtiere geboren werden.
Möglicherweise hat der Klimawandel auch zu längeren Brut- und Aufzuchtzeiten geführt und damit zu mehr Unfällen.
Es scheint nicht sinnvoll zu sein, um das Jungtier eine ungemähte Insel zu belassen, da der Fuchs angelockt wird. Stattdessen sollte das frei gemähte Tier an den Rand der Mähfläche gesetzt werden, jedoch möglichst nahe zur Fundstelle. In der Regel findet die Mutter ihr Kind wieder.
Wegen der hohen Geruchsempfindlichkeit sollte ein Säugetier nur im Notfall angefasst werden. Dabei sollen Grasbüschel, Stroh oder notfalls Arbeitshandschuhe benutzt werden. Ein Streicheln darf nicht sein.
Die oft vertretene Meinung, dass Hasen unempfindlicher als Rehe sind, hat Anhänger und Gegner. Daher sollten sicherheitshalber junge Hasen genau so vorsichtig behandelt werden wie Rehkitze.
Vögel haben im Allgemeinen nur einen schlechten Geruchssinn und können daher ungeschützt angefasst werden. Da jedoch die meisten aufgefundenen Vögel Jungtiere sind, deren Eltern versteckt im Hintergrund nur darauf warten, dass der Störenfried Mensch verschwindet, sollte man auch hier nur im Notfall zugreifen. So kann es sinnvoll sein, ein Tier von der Straße zu retten oder auf ein katzensicheres Garagendach zu setzen.
![[ Weißstorch - Foto: Frank Derer ] [ Weißstorch - Foto: Frank Derer ]](/img/kopf/storch.jpg)
