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Natur-Tipps - Sommer

Spiegelfechter in Aktion


Die letzten Tage riefen öfters Menschen beim NABU an, um zu fragen, ob denn nun die Vögel verrückt geworden seien, denn einer würde ständig ihr Fenster attackieren. „Kein Grund zur Panik, es handelt sich hier um die sogenannten Spiegelfechter“, so Siegfried Schuch, Landesvorsitzender des NABU Rheinland-Pfalz. In ihrem Spiegelbild in den Glasscheiben oder auch in Autorückspiegeln glauben die Vögel einen Konkurrenten zu erkennen und diesen gilt es nun zu vertreiben.

In der Regel sind es Vögel, die in unseren Siedlungsgebieten wohnen, wie Bachstelzen, Buchfinken, Amseln, Rotkehlchen, Meisen, Elstern oder Krähen. Ein irritierter Anrufer hatte Besuch von einem hartnäckigen Eichelhäher - und bei solchen Angriffen sind die Befürchtungen um das Fenster schon gerechtfertigt.

Die Vögel klopfen an die Scheibe, flattern am Glas hoch und verursachen Verschmutzungen oder bepicken die Fugendichtungen und Fensterleisten. Der angebliche Konkurrent verursacht dem Vogel erheblichen Stress, Verletzungen sind jedoch eher selten der Fall.

Die Attacken können schon mal einige Wochen andauern, aber nach der Brutzeit (März bis Juni) ist der Spuk vorbei. Nur bei den Rabenvögeln kann es ganzjährig der Fall sein.

Um dem Gefecht Einhalt zu gebieten, sollte die betroffene Scheibe abgedeckt werden (Karton, Stoff, Folie, Fliegen- oder Maschengitter) oder die Rollläden und Gardinen geschlossen halten.

von Herbert Kiewitz