Natur-Tipps
Tiere und Pflanzen in Rheinhessen: Es ist die Nachtigall und nicht die Lerche!
„Ih ih ih ih watiwatiwati! – Diwati quoi quoi quoi quoi quoi qui! – ita
lülülülülülülülülülü watiwatiwati! –
Ihih titagirrrrrrr itz!“ Was sich liest wie ein Ausschnitt aus Loriots Sketch
„Das Jodeldiplom“, ist der Versuch eines Biologen aus dem 19. Jahrhundert,
den Gesang der Nachtigall in Worte umzusetzen.
Wohl keine andere Vogelart wurde öfter in Gedichten und Liedern besungen als
die Nachtigall. Und keine andere heimische Vogelart verfügt über ein reicheres
Repertoire.
„Es besteht aus bis zu 260 verschiedenen Strophen von wenigen Sekunden Dauer, die in wechselnder Reihenfolge aneinander gefügt werden. Und nur, wenn man lange zuhört, merkt man überhaupt, dass es Wiederholungen gibt“, berichtet Heike Klüppelberg vom NABU Mainz und Umgebung.
Wie bei unseren heimischen Vogelarten üblich, singen auch bei den Nachtigallen nur die Männchen. Direkt nach ihrer Rückkehr aus den Winterquartieren jenseits der Sahara haben sie im April ihre Reviere in Rheinhessen besetzt und geben nun lautstark bekannt, dass hier schon jemand wohnt. Doch mit ihren Künsten wollen sie natürlich auch die sehr wählerische Damenwelt beeindrucken:
„Nur, wer das riesige Gesangsrepertoire fehlerfrei beherrscht, findet vor ihnen Gnade. In den Nachtstunden fliegen die Weibchen von Revier zu Revier und wägen die Qualitäten der einzelnen Sänger genau ab. Daher legen sich die Nachtigallenmänner erst ab 23 Uhr so richtig ins Zeug“, erklärt Frau Klüppelberg.
Und wie sieht ein gutes Nachtigallenrevier aus?
„Lebensraum und Brutrevier der Nachtigallen sind größere Hecken, Feldgehölze und Waldränder mit viel Unterwuchs, die bis zum Boden dicht geschlossen sind. Denn die Vögel bauen ihre Nester nahe am Boden, gut geschützt vor den neugierigen Blicken ihrer Feinde. Daher wählen sie auch gerne den zusätzlichen Schutz von Dornensträuchern wie Schlehe und Weißdorn. Das schreckt Nesträuber ab“, sagt die Naturschützerin.
Und warum ist dann nicht jede Gartenhecke voller Nachtigallen?
„Zusätzlich benötigen Nachtigallen in „ihrer“ Hecke eine Schicht aus altem Laub am Boden, in der sich ihre Nahrung aus Insekten und deren Larven verbirgt. Ordnung liebende Menschen sind da also fehl am Platze. Vielmehr sollte man lieber etwas Wildnis dulden, auch wenn es schwer fällt. Die Nachtigallen und viele andere Tierarten werden es danken! Im Sommer werden auch gerne reife Beeren gefressen, und auch davon hat eine Feldhecke mit einheimischen Straucharten viel mehr zu bieten als eine Hecke aus exotischen Gehölzen, auch wenn sie noch so schön anzusehen sind. Wenn dann auch noch ein Gewässer in der Nähe ist, dann ist das Nachtigallenrevier perfekt“, meint die NABU-Expertin abschließend.
„Es besteht aus bis zu 260 verschiedenen Strophen von wenigen Sekunden Dauer, die in wechselnder Reihenfolge aneinander gefügt werden. Und nur, wenn man lange zuhört, merkt man überhaupt, dass es Wiederholungen gibt“, berichtet Heike Klüppelberg vom NABU Mainz und Umgebung.
Wie bei unseren heimischen Vogelarten üblich, singen auch bei den Nachtigallen nur die Männchen. Direkt nach ihrer Rückkehr aus den Winterquartieren jenseits der Sahara haben sie im April ihre Reviere in Rheinhessen besetzt und geben nun lautstark bekannt, dass hier schon jemand wohnt. Doch mit ihren Künsten wollen sie natürlich auch die sehr wählerische Damenwelt beeindrucken:
„Nur, wer das riesige Gesangsrepertoire fehlerfrei beherrscht, findet vor ihnen Gnade. In den Nachtstunden fliegen die Weibchen von Revier zu Revier und wägen die Qualitäten der einzelnen Sänger genau ab. Daher legen sich die Nachtigallenmänner erst ab 23 Uhr so richtig ins Zeug“, erklärt Frau Klüppelberg.
Und wie sieht ein gutes Nachtigallenrevier aus?
„Lebensraum und Brutrevier der Nachtigallen sind größere Hecken, Feldgehölze und Waldränder mit viel Unterwuchs, die bis zum Boden dicht geschlossen sind. Denn die Vögel bauen ihre Nester nahe am Boden, gut geschützt vor den neugierigen Blicken ihrer Feinde. Daher wählen sie auch gerne den zusätzlichen Schutz von Dornensträuchern wie Schlehe und Weißdorn. Das schreckt Nesträuber ab“, sagt die Naturschützerin.
Und warum ist dann nicht jede Gartenhecke voller Nachtigallen?
„Zusätzlich benötigen Nachtigallen in „ihrer“ Hecke eine Schicht aus altem Laub am Boden, in der sich ihre Nahrung aus Insekten und deren Larven verbirgt. Ordnung liebende Menschen sind da also fehl am Platze. Vielmehr sollte man lieber etwas Wildnis dulden, auch wenn es schwer fällt. Die Nachtigallen und viele andere Tierarten werden es danken! Im Sommer werden auch gerne reife Beeren gefressen, und auch davon hat eine Feldhecke mit einheimischen Straucharten viel mehr zu bieten als eine Hecke aus exotischen Gehölzen, auch wenn sie noch so schön anzusehen sind. Wenn dann auch noch ein Gewässer in der Nähe ist, dann ist das Nachtigallenrevier perfekt“, meint die NABU-Expertin abschließend.
![[ Weißstorch - Foto: Frank Derer ] [ Weißstorch - Foto: Frank Derer ]](/img/kopf/storch.jpg)
