Gefiederten Gästen stehen alle Türen offen
Familie Blodt aus Großwinternheim freut sich auf Ankunft der Schwalben / Nabu verleiht Preis
GROSSWINTERNHEIM (kma). Sommergäste, die nicht zahlen, sind im allgemeinen nicht gerne gesehen. Doch im
Hause Blodt, einer Familie aus Großwinternheim, sieht man das anders. Seit über 20 Jahren - bieten Marlise und Karl Blodt
nämlich Generationen von Rauchschwalben eine Unterkunft. Jedes Jahr im Frühling warten die Tierfreunde sehnsüchtig auf die Ankunft ihrer
Schützlinge. Auch dieses Jahr ist bereits alles für die Nestbewohner vorbereitet. Türen und Fenster zum ehemaligen Kelterhaus der Blodts,
wo sich die Schwalbennester aus den Vorjahren befinden, werden für die Vögel weit geöffnet.
Gedankt wird den beiden ihr Engagement zum einen durch das Vertrauen, das die Vögel den Herbergseltern entgegenbringen, indem sie ihre Brutstätte jedes Jahr erneut aufsuchen, und zum anderen, ganz offiziell, vom Rheinland-Pfälzischen Naturschutzbund (Nabu). Im Rahmen der Aktion „Schwalben willkommen“ zeichnet der Nabu die Familie für ihr vorbildliches Verhalten im Artenschutz aus. Vorstandsmitglied Karin von Boeckh und Josua Dietze vom Nabu Mainz verliehen den Blodts in Anwesenheit von Freunden und Nachbarn eine Urkunde und eine Plakette als auch ein künstliches Nest für Mehlschwalben, um zukünftig auch dieser Schwalbenart einen Unterschlupf bieten zu können.
Karin von Boeckh sprach dem Ehepaar zunächst einmal ihren Dank dafür aus, dass sie „den Schwalben, aber auch den Menschen helfen“. Leider, sagt sie, passiert es oft, dass „Leute die Nester abschlagen“. Mehl- und Rauchschwalben stehen bereits auf der Roten Liste gefährdeter Brutvögel. „In der Stadt finden sie Fressen, aber keine Möglichkeit zu nisten“, erklärt die Expertin. Deshalb ist es der Wunsch des Naturschutzbundes, dass die Plakette mit der Aufschrift „Hier sind Schwalben willkommen“ gut sichtbar am Hause Blodt angebracht wird, um Nachbarn und Besucher für das Projekt zu interessieren und zum Mitmachen anzuregen.
Auf dem Hof von Familie Blodt finden die Schwalben eine geeignete Umgebung, stellt von Boeckh fest, denn die Rauchschwalbe bevorzugt offene Räume, wie Scheunen und Stallungen, um ihr Nest dort an Decken und Wänden zu bauen; Auch für Ausbesserungsarbeiten finden die Tiere genügend Matsch und Wasser vor. Um das Futter kümmern sich die Insektenfresser selbst, wobei den Anwesenden nicht ganz klar ist woher sie es heutzutage nehmen. „Früher hatte man die Ställe voll Vieh“, erinnert sich eine Nachbarin, „dort konnten die Schwalben genügend Nahrung finden“.
Für ihren Aufenthalt von Mai bis September haben sie sich ein hübsches Plätzchen ausgesucht, Das Haus, ein ehemaliges Pfarrhaus, als auch der Garten und der Hof der Familie Blodt werden liebevoll in Stand gehalten. Marlise Blodt möchte den ersten Ankömmlingen einen „großen Empfang“ bereiten. Gerne hört sie schon früh morgens den Gesang ihrer Vogelgäste. Wenn sie draußen sitzt und strickt, dann beobachtet sie die Schwalben wie sie „hin und her machen“. „Die machen natürlich viel Dreck“, räumt die Hausfrau ein, „aber sie sind auch sehr niedlich“.
vom Freitag, den 03.04.2009, aus „Allgemeine Zeitung Mainz (Ingelheim)“
Gedankt wird den beiden ihr Engagement zum einen durch das Vertrauen, das die Vögel den Herbergseltern entgegenbringen, indem sie ihre Brutstätte jedes Jahr erneut aufsuchen, und zum anderen, ganz offiziell, vom Rheinland-Pfälzischen Naturschutzbund (Nabu). Im Rahmen der Aktion „Schwalben willkommen“ zeichnet der Nabu die Familie für ihr vorbildliches Verhalten im Artenschutz aus. Vorstandsmitglied Karin von Boeckh und Josua Dietze vom Nabu Mainz verliehen den Blodts in Anwesenheit von Freunden und Nachbarn eine Urkunde und eine Plakette als auch ein künstliches Nest für Mehlschwalben, um zukünftig auch dieser Schwalbenart einen Unterschlupf bieten zu können.
Karin von Boeckh sprach dem Ehepaar zunächst einmal ihren Dank dafür aus, dass sie „den Schwalben, aber auch den Menschen helfen“. Leider, sagt sie, passiert es oft, dass „Leute die Nester abschlagen“. Mehl- und Rauchschwalben stehen bereits auf der Roten Liste gefährdeter Brutvögel. „In der Stadt finden sie Fressen, aber keine Möglichkeit zu nisten“, erklärt die Expertin. Deshalb ist es der Wunsch des Naturschutzbundes, dass die Plakette mit der Aufschrift „Hier sind Schwalben willkommen“ gut sichtbar am Hause Blodt angebracht wird, um Nachbarn und Besucher für das Projekt zu interessieren und zum Mitmachen anzuregen.
Auf dem Hof von Familie Blodt finden die Schwalben eine geeignete Umgebung, stellt von Boeckh fest, denn die Rauchschwalbe bevorzugt offene Räume, wie Scheunen und Stallungen, um ihr Nest dort an Decken und Wänden zu bauen; Auch für Ausbesserungsarbeiten finden die Tiere genügend Matsch und Wasser vor. Um das Futter kümmern sich die Insektenfresser selbst, wobei den Anwesenden nicht ganz klar ist woher sie es heutzutage nehmen. „Früher hatte man die Ställe voll Vieh“, erinnert sich eine Nachbarin, „dort konnten die Schwalben genügend Nahrung finden“.
Für ihren Aufenthalt von Mai bis September haben sie sich ein hübsches Plätzchen ausgesucht, Das Haus, ein ehemaliges Pfarrhaus, als auch der Garten und der Hof der Familie Blodt werden liebevoll in Stand gehalten. Marlise Blodt möchte den ersten Ankömmlingen einen „großen Empfang“ bereiten. Gerne hört sie schon früh morgens den Gesang ihrer Vogelgäste. Wenn sie draußen sitzt und strickt, dann beobachtet sie die Schwalben wie sie „hin und her machen“. „Die machen natürlich viel Dreck“, räumt die Hausfrau ein, „aber sie sind auch sehr niedlich“.
vom Freitag, den 03.04.2009, aus „Allgemeine Zeitung Mainz (Ingelheim)“
![[ Weißstorch - Foto: Frank Derer ] [ Weißstorch - Foto: Frank Derer ]](/img/kopf/storch.jpg)
