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Schwalben sind willkommen

Naturschutzbund Rheinland-Pfalz zeichnet vier Heidesheimer Familien für ihr Engagement aus



  HEIDESHEIM  (emb). Der Naturschutzbund Rheinland-Pfalz (Nabu) hat im Rahmen seiner Aktion „Schwalben willkommen“ vier Heidesheimer Familien für ihre Engagement ausgezeichnet.

Alle erhielten neben einer Urkunde ein Doppelkunstnest als Nisthilfe für Schwalben und eine Plakette, die sie am Haus anbringen können, Diese zeichnet sie als „Schwalbenfreunde“ aus. Denn in jedem der Häuser finden mehrere Schwalben jedes Jahr ein Zuhause, können ungestört ihr Nest bauen und ihre Jungen groß ziehen. Das ist nicht selbstverständlich - viele Menschen zerstören die Nester der Vögel, da diese Dreck verursachen können. In Heidesheim sind bisher zwei Arten von Schwalben beobachtet worden: Rauchschwalben und Mehlschwalben. Die Mehlschwalbe hat einen weißen Bürzel, daher kann man sie gut von der Rauehschwalbe unterscheiden. Beide sind vom Aussterben bedroht, deshalb ist es wichtig, die Schwalben zu unterstützen. Zum einen sollen natürlich die Nester nicht abgeschlagen werden - auch alte Nester werden wieder von den Vögeln benutzt. Zum anderen brauchen die Schwalben Schlamm für ihre Nester. Schwalbenfreunde tun ihren geliederten Freunden somit einen Gefallen, wenn sie einen Behälter mit Matsch in Hof oder Garten stellen. Doch die Hilfe für Schwalben bringt auch viele Vorteile für den Menschen.

„Schwalben fangen viele Insekten, ihr Gesang ist außergewöhnlich schön und man kann damit einen wichtigen Beitrag für den Naturschutz leisten. Und wollen wir Menschen wirklich in einer Welt ohne Schwalben leben?“, erklärt Karin von Boeckh, Vorstandsmitglied des NABU Mainz. Irmgard Stemper, die mit der Schwalbenplakette ausgezeichnet wurde, hat darauf eine klare Antwort. „Ich finde es wichtig, den Lebensraum der Schwalben zu erhalten. Außerdem ist es toll, die Schwalben zu beobachten - besonders wenn sie Junge haben“.

Bisher hat der NABU Mainz 21 Familien für ihre Schwalbenfreundllichkeit ausgezeichnet. „Wir hoffen natürlich, dass es noch mehr werden. Vorschläge nehmen wir gerne entgegen“, so Karin von Boeckh vom NABU.

vom Samstag, den 04.04.2009, aus „Allgemeine Zeitung Mainz (Heidesheim)“

 
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