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Projekte

Amphibienschutz im Lennebergwald


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Auf halber Strecke zwischen Heidesheim und Budenheim einerseits und den Mainzer Stadtteilen Finthen und Gonsenheim andererseits befindet sich mitten im Lennebergwald das Schloss Waldthausen mit seinem großen Folienweiher. Die vorhandene Landstrasse L 422 trennt einen Teil der Amphibienpopulation, die dort Jahr für Jahr im Weiher ihrem Laichgeschäft nachgeht. Im zeitigen Frühjahr wurden dort immer wieder getötete Erdkröten, aber auch andere Amphibienarten festgestellt. Auf Veranlassung der Unteren Landespflegebehörde des Landkreises Mainz-Bingen wurde erstmalig vor vier Jahren dort ein Amphibienschutzzaun aufgebaut. Die Betreuung an den Werktagen übernahm in allen Jahren jeweils eine beim Forstrevier Lennebergwald beschäftigte junge Frau im freiwilligen ökologischen Jahr. An den Wochenenden und Feiertagen übernahmen Freiwillige die Aufgabe die Tiere morgens aus den Eimern zu nehmen und auf die andere Straßenseite in der Nähe des Teiches zu bringen.

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Da der Landkreis arbeitsmäßig überlastet ist, hat der NABU Mainz und Umgebung die Organisation dieser Amphibienschutzaktion übernommen. Erhebliche Arbeitserleichterung wird uns verschafft durch das Forstrevier, der nicht nur wochentags das Personal stellt, sondern auch den Zaunauf- und abbau übernommen hat.

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In der kurzen Saison 2005 wurden 106 Erdkröten, fünf Teichmolche und ein Grasfrosch von den Amphibienschützern über die Strasse getragen. Die Tatsache, dass nicht nur Amphibien in den Eimern landeten, sondern auch Reptilien wie eine Zauneidechse und eine Blindschleiche, deutet darauf hin, das der Lebensraum Lennebergwald auch für andere Tiere bestens geeignet ist.

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Weitere Informationen zum Schutzzaun können Sie auch der Schutzzaundatenbank des NABU (http://www.amphibienschutz.de/zaun/) entnehmen.

von Herbert Kiewitz