Grüne Brücke - Mainzer Neustadt
Neue „AG Umwelt Mainzer Neustadt“ in Kooperation mit dem NABU Mainz
Die Themen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in urbanen Räumen sind längst von Nischenfeldern zu
zentralen Aufgaben gewachsen. In Mainz hat sich Andreas Lukas dieser Aufgabe gestellt und entwickelt ein Projekt -
zusammen mit dem landesweiten Förderungsprojekt „Soziale Stadt“.
Renommierte Institutionen wie das Bundesamt für Naturschutz oder das Senckenberg-Institut widmen der
Stadtökologie eigene Forschungsvorhaben. Auch die Nationale Biodiversitätsstrategie der
Bundesregierung (Kabinettsbeschluss vom 7. Nov. 2007) nennt die Stadt als Naturraum. Dort heißt es:
„Zahlreiche Studien zeigen, dass Städte heute schon im Vergleich zu der sie umgebenden Landschaft oft wesentlich artenreicher sind. Heimische Arten finden hier einen Ersatzlebensraum, und Wärme liebende eingewanderte Arten siedeln sich an.“
Der renommierte Münchner Zoologe Josef Reichholf ergänzt in seinem Buch Stadtnatur, in dem er seine 20jährige Forschung zur Stadtökologie auswertet:
„Natur in der Stadt ist keine Natur ‘zweiter Klasse’. Sie ist nicht weniger Natur als jene der Kulturlandschaft draußen, in die wir gehen, wenn wir uns ‘in die Natur begeben’. Im Gegenteil: ‘Stadtnatur’ ist vielfältiger … Vor allem ist sie uns näher! Wir haben den Tieren und Pflanzen in der Stadt bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.“
„Zahlreiche Studien zeigen, dass Städte heute schon im Vergleich zu der sie umgebenden Landschaft oft wesentlich artenreicher sind. Heimische Arten finden hier einen Ersatzlebensraum, und Wärme liebende eingewanderte Arten siedeln sich an.“
Der renommierte Münchner Zoologe Josef Reichholf ergänzt in seinem Buch Stadtnatur, in dem er seine 20jährige Forschung zur Stadtökologie auswertet:
„Natur in der Stadt ist keine Natur ‘zweiter Klasse’. Sie ist nicht weniger Natur als jene der Kulturlandschaft draußen, in die wir gehen, wenn wir uns ‘in die Natur begeben’. Im Gegenteil: ‘Stadtnatur’ ist vielfältiger … Vor allem ist sie uns näher! Wir haben den Tieren und Pflanzen in der Stadt bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.“
Ziele und Projekte der AG Umwelt Mainzer Neustadt
Aufgrund der Fachliteratur habe ich - Neustadtbewohner und stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Rheinland-
Pfalz - ein Konzept speziell im Hinblick auf die Mainzer Neustadt entwickelt und es mit dem
„Quartiermanagement Soziale Stadt“ abgestimmt. Das Ziel Naturschutz ließe sich
beispielsweise mit dem Projekt „Neuer Nachbar in der Neustadt. Gestatten: Grünspecht!“
fördern. Konkret geht es dabei darum, mit Blick auf den vorhandenen Baumbestand und auf die für
die Neustadt charakteristischen Plätze (mit unversiegelter Fläche) an ausgewählten
Standorten Spechthöhlen anzubringen und begleitend die Nahrungsquellen des Grünspechtes zu
erfassen. Die dauerhafte Ansiedlung des Grünspechtes in der Mainzer Neustadt wäre ein wichtiger
Erfolg für den Artenschutz, denn die Art wird in Deutschland auf der sogenannten Vorwarnliste der Roten
Liste gefährdeter Arten geführt. Gründe für die Gefährdung stellen vor
allem der Verlust von offenen und strukturreichen Lebensräumen im Außenbereich, der dortige
Rückgang der Wiesenameise durch die massive Umwandlung von Grünland in Ackerland in
Rheinland-Pfalz sowie der Einsatz von Bioziden dar.
Ein weiteres Projekt widmet sich dem spannenden Leben der Zwergfledermäuse, einer Fledermausart, die man an mehreren Stellen in der Neustadt beobachten kann und die an das Leben in der Stadt sehr gut angepasst ist.
Für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz will sich die AG auch den Themen Baumschutz und Durchgrünung unter dem Motto „NeuStadtNatur“ widmen, denn fehlende Vegetation und versiegelte Böden verschlechtern das Stadtklima und die Luftqualität. Je größer der Umfang an wohnumfeldnahem Grün - wie z.B.
Mehr Informationen über die AG Umwelt Mainzer Neustadt finden Sie auf der Internetseite www.mainz-neustadt.de .
Ein weiteres Projekt widmet sich dem spannenden Leben der Zwergfledermäuse, einer Fledermausart, die man an mehreren Stellen in der Neustadt beobachten kann und die an das Leben in der Stadt sehr gut angepasst ist.
Für einen besseren Umwelt- und Klimaschutz will sich die AG auch den Themen Baumschutz und Durchgrünung unter dem Motto „NeuStadtNatur“ widmen, denn fehlende Vegetation und versiegelte Böden verschlechtern das Stadtklima und die Luftqualität. Je größer der Umfang an wohnumfeldnahem Grün - wie z.B.
- Begrünung von Höfen und Vorgärten der Mehrfamilienhäuser,
- Begrünung von Kleinstflächen (Straßen- und Wegränder, Rabatten, Balkone) oder
- Fassadengrün
Mehr Informationen über die AG Umwelt Mainzer Neustadt finden Sie auf der Internetseite www.mainz-neustadt.de .
Stadtnaturschutz konkret: NABU veranstaltet Pflanzaktionen auf der Grüner Brücke in der Neustadt
Wie bereits im Vorwort angedeutet wurde, konnte das Senckenberg-Institut belegen, dass die Vielfalt an Farn- und
Blütenpflanzen innerhalb der Stadtgrenzen Frankfurts höher ist als im Taunus: Ganze 1.668
wildwachsende Arten in der Rhein-Main-Stadt stehen 1.250 im elfmal größeren Mittelgebirge
gegenüber. Wer also behauptet, der aktive Einsatz für mehr naturnahes Grün in der Stadt
sei eine „Ökospinnerei“, der irrt schlicht. Die Stadt als Naturraum rückt
vielmehr ins Zentrum der Betrachtung des Umweltschutzes. Auch bestimmte Tierarten (z.B. die Zwergfledermaus, der
Mauersegler oder die Schmetterlingsart „Kleiner Fuchs“) nutzen die City als Biotop. Ferner gibt
es Arten, die verstärkt vom Land in die Stadt wandern, wie das Wildkaninchen oder das
Eichhörnchen.
Als konkretes Projekt zum Thema Stadtnaturschutz hat sich der NABU Mainz vorgenommen, die 1981 von dem renommierten
Umweltkünstler Dieter Magnus aus Wackernheim entworfene Grüne Brücke in der Mainzer
Neustadt naturnah zu gestalten. In Kooperation mit der Naturgärtnerei Ahornblatt und dem Dezernat
für Umwelt, Grün, Energie und Verkehr wurden bei zwei Pflanzaktionen in diesem Herbst heimische
Sträucher (z.B. Wachholder und Geißklee), Stauden (z.B. Bibernellrosen und Zimterdbeeren) sowie
Blumenzwiebeln (z.B. Traubenhyazinthe und Safran) gepflanzt. Dadurch soll nicht nur diesen heimischen Wildpflanzen
ein Lebensraum in der Stadt erschlossen werden, sondern auch Schmetterlingen und Wildbienen mit einem besseren
Nahrungsangebot das Leben in der Innenstadt schmackhafter gemacht werden. Auch Vogelkästen für
Stare und Meisen haben die aktiven Bürger/innen der Mainzer Neustadt mit dem NABU aufgehängt. An
den Seitenwänden des Wasserfalls auf der Grünen Brücke wurden mit viel Mühe
sogar zwei isolierte Ganzjahresquartiere für Zwergfledermäuse angebracht, denn deren Beobachtung
im Sommer 2011 hat ergeben, dass in der Josefsstraße (Höhe Synagogenplatz) diese
Säugetiere vorkommen.
Die nächste Pflanzaktion auf der Grünen Brücke findet statt am 28.04.2012 (siehe Programm), zu der wir alle – insbesondere auch Kinder und Senioren – ganz herzlich einladen!
Die nächste Pflanzaktion auf der Grünen Brücke findet statt am 28.04.2012 (siehe Programm), zu der wir alle – insbesondere auch Kinder und Senioren – ganz herzlich einladen!
Lesen Sie hierzu auch folgende in der Zeitung erschienene Artikel:
-
Platz für Mäusezahn und Wildbienen (Allgemeine Zeitung, 06.10.2011)
GRÜNE BRÜCKE / Nabu will idyllisches Areal in der Neustadt naturnah gestalten ...
![[ Weißstorch - Foto: Frank Derer ] [ Weißstorch - Foto: Frank Derer ]](/img/kopf/storch.jpg)
