Pflege, neuer Balkenmäher und viel Öffentlichkeit

Die Flächen, die der NABU Mainz in Jugenheim betreut, bleiben ein Dauerthema. Die Arbeit nimmt nicht ab, und der Erfolg nimmt zu!

Bienenragwurz (Foto: Karin von Boeckh) Bienenragwurz (Foto: Karin von Boeckh)

Jetzt im Juli, während ich diesen Artikel schreibe, beginnen wieder unsere Pflegeeinsätze. Im Frühjahr stand die zähe Bekämpfung der invasiven Orientalischen Zackenschote mit allen möglichen Methoden im Vordergrund. Ansonsten durften Vögel ungestört brüten, Rehkitze wuchsen heran, die Schmetterlinge zeigten sich zahlreich und viele Pflanzen haben inzwischen ausgesamt.

Jetzt im Juli mähen wir zunächst die nährstoffreichen Wiesen, um mit dem Mähgut Nährstoffe zu entfernen. Auch Flächen mit vielen Stockausschlägen müssen jetzt im vollen Saft bearbeitet werden. Erst später folgt die Mahd der bereits mageren und meist artenreicheren Flächen. Dabei hilft uns unser neuer, leistungsstarker Balkenmäher Reform M3L, der mit einem großen Zuschuss der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz angeschafft werden konnte und unser schwächeres, kaum noch reparables Viking-Gerät von 1991 ersetzt.

Auf vielen Flächen nehmen uns die Schafe von Heinfried Greß die Mäharbeit ab!

Unser Bemühen, in dem naturnahen Jugenheimer Wäldchen unseren noch bescheidenen Besitz auszuweiten, brachte uns erfolgreich neue Parzellen.

Erfolgreich konnten wir auch unsere Naturschutzarbeit in der Öffentlichkeit darstellen:

Der SWR4 sendete im Mai ein Interview vom Jugenheimer Pfarrer Geiß mit Heinfried Greß und dem Autor; am Pfingstmontag wanderten wir traditionell mit der örtlichen SPD entlang des mittleren Saubachs; auf einem Regionaltreffen der rheinhessischen NABU-Ortsgruppen Anfang Juni stellten wir unser Projekt Bleichkopf vor und Anfang Juli waren wir bei der jährlichen FWG-Feier in traumhafter Lage unterhalb des Bleichkopfs dabei. Die traditionelle Planwagenfahrt zusammen mit dem NABU Stadecken-Elsheim führte uns Anfang Mai diesmal in neue, spannende Gebiete an den Hängen zwischen Elsheim und Schwabenheim (Hohlweg!).

Ein Höhepunkt - bereits Ende April - war die Errichtung eines Schwalben-Fledermaus-Hauses im Zentrum von Jugenheim zusammen mit den örtlichen Jägern (siehe auch Mehlschwalbenschutz eint Naturschützer und Jäger).

aus: NABUlletin 02/2007 (Nr. 22), Seite 28/rvb

 

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Frau auf der Wiese - Foto: NABU/Marcus Gloger

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