Kinder-Akademie Natur

Kinder-Ferienfreizeit im April 2015

Zu den vier Tagen der „Kinder-Akademie Natur“ im Lennebergwald im Umfeld des Grünhauses waren sage und schreibe 28 Kinder zwischen 7 und 10 Jahren gekommen. Vier Teamer der NAJU Rheinland-Pfalz begleiteten und behüteten sie. Das waren Alex, Marcelo, Mario und Selina.

Frau Eifler zeigt den interessierten Kindern die Vögel des Lenneberg­waldes. (Foto: Marcelo Gierscher) Frau Eifler zeigt den interessierten Kindern die Vögel des Lenneberg­waldes. (Foto: Marcelo Gierscher)

Für den dritten Tag wurde ich gebeten, mit den Kindern zusammen Vögel in der Umgebung zu beobachten. So lebhaft wie sich Stadtkinder an einem strahlenden Frühlingsmorgen im Wald tummeln können, so konzentriert können sie tatsächlich auch sein, wenn etwas Außergewöhnliches zu beobachten ist. Natürlich waren die scheuen Waldvögel vor unserer Gruppe auf Distanz „geflogen“, aber man vernahm von weitem den Zilpzalp, die Kohlmeise, das Rotkehlchen sowie Amsel und Singdrossel.

Doch dann auf einer Lichtung in der Nähe des Teiches machte ein Kleiber eine richtige Vorstellung: Er suchte die gut sichtbaren Äste einer Kiefer nach Insekten ab und rief energisch ununterbrochen „tuit tuit tuit“. Man konnte sehr gut seinen rosenholzfarbenen Bauch sehen. Besser lässt sich kein Vogel bestimmen, als wenn man ihn hört und gleichzeitig sieht! Da konnte ich noch anfügen, dass ein Kleiber auch manchmal Kleber genannt wird, weil er die Einfluglöcher der Höhlen, in denen er brüten will, genau seinem Körperumfang anpasst: Entweder vergrößert er das Loch (er heißt auch Spechtmeise) oder verklebt es teilweise mit Tonerde. Ein besonderes Merkmal ist auch, dass er oft kopfüber den Baumstamm hinunter läuft.

Ein wenig später wurde ein Mäusebussard hoch am blauen Himmel entdeckt, der mit weit ausgebreiteten Schwingen und rund gespreiztem Stoß kreiste. Hier spielten wir zum Kennenlernen seinen Ruf ab und ich konnte mit meinem Zollstock zeigen, wie riesig seine Flügelspannweite sein kann.

Den „Vogel des Jahres“, den Habicht, kannten alle schon von Bildern und seine Rufe von einer CD. In einem Buch haben wir auch die Nestjungen angeschaut mit einer Beute, die die Eltern gebracht hatten. Die Begeisterung für diesen wilden Greifvogel war besonders groß: „Habicht“ war das Codewort der Kinderschar! Wenn das durch den Wald schallte, versammelte sich sofort die ganze Gruppe um die Teamer.

aus: NABUlletin 02/2015 (Nr. 38), Seite 57 /he

 

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Frau auf der Wiese - Foto: NABU/Marcus Gloger

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