Der NABU ist dabei

500 Bäume für Rheinhessen – Pflanzaktion des Gymnasiums Nieder-Olm

Ein Projekt zusammen mit Forstamt Rheinhessen und NABU Mainz und Umgebung und einem Privatmann

Klasse 6e bei der Arbeit – unter Anleitung von Förster Jürgen Koch (re hinten) (Foto: Christian Henkes) Klasse 6e bei der Arbeit – unter Anleitung von Förster Jürgen Koch (re hinten) (Foto: Christian Henkes)

Am Rande des Pflanzfeldes das Schild, auf dem u. a. Schüler-Aussagen „Wald ist wichtig, weil …“ festgehalten sind. Daneben die von der Klasse gespendete Eberesche und darunter Steine mit den Schüler-Namen. (Foto: Christian Henkes) Am Rande des Pflanzfeldes das Schild, auf dem u. a. Schüler-Aussagen „Wald ist wichtig, weil …“ festgehalten sind. Daneben die von der Klasse gespendete Eberesche und darunter Steine mit den Schüler-Namen. (Foto: Christian Henkes)

Sogar das Wetter spielte mit, als ein besonderes Projekt am 23. November 2015 seiner Vollendung entgegenging – die Erweiterung des Ober-Olmer Waldes durch das Pflanzen von 500 Bäumen.

Ermöglicht hat diese Aktion Guido Fleck, langjähriges NABU-Mitglied aus Zornheim. Er erinnert sich noch gut an den Ober-Olmer Wald seiner Kindheit, und ein klein wenig Wiedergutmachung wollte er dafür leisten, dass der Wald nach dem Krieg massiv wegen Brennholzmangels abgeholzt wurde. Er initiierte und finanzierte diese wichtige Aktion. Karin von Boeckh, NABU Mainz, übernahm die Koordination.

Guido Fleck hatte aber noch ein zweites Anliegen: Jungen Menschen sollte die Bedeutung und damit die Wertschätzung für den Wald nahegebracht werden – durch praktisches Tun. Und so kam das Gymnasium Nieder-Olm ins Boot, das die Enkel von Guido Fleck besuchen.

Intensiv hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6e des Gymnasiums Nieder-Olm unter der Leitung von Lehrerin Sandra Petri mit der Bedeutung und Funktion des Waldes beschäftigt, ehe es dann ganz praktisch wurde.

Unter der Anleitung des Revierförsters Jürgen Koch und mit Unterstützung der Aktiven des NABU Mainz und Umgebung sowie weiterer Mitarbeiter des Forstamts pflanzten die Kinder ungefähr 500 unterschiedliche Bäumchen, darunter Wildkirschen, Stieleichen, Hainbuchen und Winterlinden.

Ausdauernd und mit viel Engagement wurden die Stecklinge gesetzt und die Löcher verfüllt. Natürlich immer unterbrochen von Pausen, in denen gegessen und getrunken werden konnte. Hier hatten die NABU-Aktiven Dorothee Dümig und Conny Eyrond dafür gesorgt, dass auch etwas Heißes zur Verfügung stand. Gewissermaßen zum Abschluss der Arbeit wurde eine Informationstafel enthüllt, die über das Projekt und die Beteiligten informiert. Hoffentlich findet diese Aktion Nachahmer, so dass der Ober-Olmer Wald weiter wachsen kann – für die Natur und das Klima.

Rheinhessen ist mit fünf Prozent Waldanteil eines der waldärmsten Gebiete Deutschlands. Der Ober-Olmer Wald ist ein ökologisches Modellprojekt, bedeutender Lebensraum für zahlreiche seltene und gefährdete Pflanzen und Tiere. Im Projekt „Neuer Wald für Rheinhessen“ des Forstamts Rheinhessen entsteht durch zusätzliche Aufforstung im Randbereich ein ca. 32 ha großer biologisch gesunder Laubmischwald, der das bisherige Waldareal in idealer Weise ergänzt.

aus: NABUlletin 01/2016 (Nr. 39), Seite 30 f./ch

 

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Frau auf der Wiese - Foto: NABU/Marcus Gloger

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