Klimafreundlich leben

Veggieday für unsere Gesundheit?

Klimawandel, Massentierhaltung, gerodete Regenwälder, indigene Völker – wir alle kennen die massiven Argumente, die gegen Fleischkonsum sprechen. Außerdem: Viehwirtschaft mit Futterpflanzen und Weideflächen beansprucht weltweit Dreiviertel der landwirtschaftlichen Flächen, trägt aber nur 17 % zur Welternährung bei.

Jetzt aber geht es um uns, um unsere Gesundheit. Das kann wehtun! Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat im Oktober 2015 mitgeteilt, dass verarbeitetes Fleisch wie Wurst und Schinken jetzt als „krebserregend“ (vor allem Darmkrebs) in dieselbe Gefahrengruppe eingestuft wird wie Tabakrauch oder Asbest. Das ist eine klare Aussage!

Und rotes Fleisch, also Muskelfleisch von Rind, Schwein, Lamm usw., gilt jetzt als „wahrscheinlich krebserregend“.

Das ist kein zwingender Grund, nun strenger Vegetarier zu werden. Aber immerhin hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE bereits früher festgestellt, dass wir aus gesundheitlichen Gründen (Krebs, Diabetes, Herzinfarkt) nicht mehr als 300–600 Gramm Fleisch pro Woche essen sollten – und wir essen im Mittel fast doppelt so viel!

Also: Es gibt gute Gründe für deutlich weniger Fleisch und Wurst. Und wenn doch mal Lust auf Fleisch besteht, dann am besten Bioware und vielleicht in guter Qualität beim Fachmetzger gekauft. Ein erster Schritt könnte ein fester wöchentlicher Veggieday in Ihrer Familie sein – bei uns ist das der Dienstag.

Anmerkung: Laut der Zeitschrift zeo2 01/2015 (s. a. Fleischatlas Extra der Heinrich-Böll-Stiftung) werfen wir Deutschen jedes Jahr 346 Millionen Kilogramm Fleisch in den Müll. Das entspricht etwa 45 Millionen Hühnchen, 4,1 Millionen Schweinen und 230.000 Rindern, die nicht hätten geschlachtet werden müssen. Das mag für die Gesundheit gut sein, ist aber ein Skandal. Besser ist ein wöchentlicher Veggieday in Ihrer Familie!

aus: NABUlletin 01/2016 (Nr. 39), Seite 64 f./rvb

 

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Frau auf der Wiese - Foto: NABU/Marcus Gloger

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