Alte Handys für die Havel!

Die Handy-Sammelaktion des Naturschutzbundes

Die Sammelaktion

Der NABU und die E-Plus-Gruppe wollen künftig beim Thema Umweltschutz zusammenarbeiten. Ab dem 1. Januar 2011 ist das Mobilfunkunternehmen neuer Partner der Kampagne „Alte Handys für die Havel“. Für jedes abgegebene Alt-Handy erhält der NABU bis zu 3 Euro von der E-Plus-Gruppe. Das Geld fließt in das Naturschutz-Großprojekt Untere Havel.

Der NABU setzt sich seit 2006 für das Handyrecycling ein und hat seit Beginn der Kampagne rund 55.000 Handys eingesammelt. Damit sind bislang mehr als 235.000 Euro für das NABU-Projekt „Untere Havel“ zusammengekommen. Neben vielen Einzelpersonen haben sich an der Aktion bereits Unternehmen, Schulen und Behörden beteiligt und z.B. eine Sammelbox aufgestellt.

Das Naturschutz-Großprojekt

Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas. Mehr als 1.100 stark gefährdete und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten kommen in der Unteren Havelniederung vor. Der NABU will den Fluss in den kommenden zwölf Jahren wieder naturnah gestalten und in der Region Naturparadiese schaffen.

Als ältester Naturschutzverband Deutschlands verfügen wir über das notwendige Wissen, um dieses herausragende Projekt in Angriff zu nehmen. Dabei wollen wir, Altarme wieder anschließen, Uferbefestigungen beseitigen, Flutrinnen aktivieren sowie Ufer- und Auenwald begründen. Zudem sollen Deichabschnitte zurückgebaut und damit Überflutungsgrünland zum Hochwasserschutz gewonnen werden.

Als Träger der Renaturierung übernimmt der NABU als Eigenanteil für das von Bund und Ländern gefördertes Naturschutz-Großprojekt und für flankierende Maßnahmen Kosten in Höhe von mindestens 2,5 Millionen Euro. Dank vieler Spender und Sponsoren konnten wir für die Havel bisher etwa 600.000 Euro einwerben.

Helfen Sie mit!

Machen Sie die Havel wieder zu einem lebendigen Fluss und geben Sie Fischotter, Eisvogel, Silberweide, Maifisch, Sumpfdotterblume und Flussregenpfeifer ein sicheres Zuhause!

Wenn Sie selbst überschüssige Geräte haben, dann finden Sie in der folgenden Tabelle die Standorte der Handyboxen.

Standorte gesucht!

Wir möchten Sie dazu aufrufen, weitere Standorte für Handyboxen zu finden. Besonders freuen würden wir uns über Standorte in Laubenheim, Finthen, Bretzenheim, Mombach und Nieder-Olm. Sollten Sie einen Standort kennen, an dem viele Menschen vorbei kommen (z.B. eine Apotheke, ein Laden etc.), Sie sich vorstellen können, die Handybox im Auge zu behalten und es die Bereitschaft des Inhabers gibt, dann nehmen Sie Kontakt auf.

Kontakt: Christian Henkes ( Christian.Henkes  NABU-Mainz.de )
  Informationen zum Projekt

Sammelstellen Althandys
Standort Ortsteil/Gemeinde Adresse
Umwelt-Informationszentrum Mainz-Altstadt Dominikanerstraße 2
55116 Mainz
Süd-Apotheke Mainz-Bretzenheim Südring 96
55128 Mainz
Universität Mainz
Zentralmensa
Mainz-Bretzenheim Staudinger Weg 15
55128 Mainz
Ortsverwaltung Drais
Flur 1. OG
Mainz-Drais Daniel-Brendel-Str. 11
55127 Mainz
Ortsverwaltung Gonsenheim Mainz-Gonsenheim Pfarrstraße 1
55124 Mainz
Va Bene Bioladen Mainz-Gonsenheim Breite Str. 69
55124 Mainz
Ortsverwaltung Hechtsheim Mainz-Hechtsheim Morschstraße 1
55129 Mainz
Centrum der Begegnung Mainz-Marienborn Am Sonnigen Hang 8-12
55127 Mainz
Evangelisches Gemeindehaus Mainz-Marienborn Mercatorstraße 18
55127 Mainz
Bürgeramt/Stadthaus
Lauteren-Flügel
Mainz-Neustadt Kaiserstraße 3-5
55116 Mainz
NABU Geschäftsstelle Mainz-Neustadt Frauenlobstr. 17-19
55116 Mainz
Weiner Schreibwarenladen Mainz-Weisenau Portlandstr. 23
55130 Mainz
Verbandsgemeindeverwaltung Bodenheim Bodenheim Am Dollesplatz 1
55294 Bodenheim
Rathaus Budenheim Budenheim Berliner Straße 3
55257 Budenheim
Fortuna Apotheke Budenheim Jahnstr. 5
55257 Budenheim
Rathaus Hahnheim
Erdgeschoss
Hahnhein Obere Hauptstraße 3
55278 Hahnheim
CAP-Markt Jugenheim Jugenheim Bahnhofstraße 18
55270 Jungenheim
Ortsgemeinde Klein-Winternheim Klein-Winternhein Hauptstraße 6
55270 Klein-Winternheim

Diese Liste wurde zuletzt im Juli 2018 aktualisiert. Sollte eine der aufgeführten Sammelstellen nicht mehr existieren oder Sie eine Sammelstelle kennen, welche noch nicht aufgeführt ist, bitten wir um entsprechende Mitteilung. Vielen Dank.


  • Fluss auf Erholungskurs – mit Hilfe von alten Handys
    Als Theodor Fontane im Jahr 1889 seine berühmte Ballade „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ veröffentlichte, war es um seinen „Kulturstrom“ schon nicht mehr allzu gut bestellt. Die Havel wurde zu dem Zeitpunkt bereits zur Wasserstraße ausgebaut. Um sie schiffbarer zu machen, wurde sie begradigt; man befestigte die Ufer und errichtete Staustufen, legte Deiche und Entwässerungsgräben an. Das einstige Gewirr an Flussarmen, die artenreichen Uferwälder, Moore und weitläufigen Wiesen gingen immer weiter verloren. …