Schwalben und Mauersegler

„Schwalben willkommen“

Der NABU Mainz und Umgebung (z.Z. ca. 3200 Mitglieder)
  • hat die Aktion aufgegriffen und zeichnet seit 2008 geeignete, ihm mitgeteilte Häuser aus. Bis heute 52 Familien.
Die Aktion hat mehrere Ziele:
  • Einmal werden Menschen ausgezeichnet (mit Urkunde und Plakette und einem Doppelkunstnest für Mehlschwalben als Geschenk), die zulassen, dass Schwalben (Mehl- oder Rauchschwalben) an und in ihren Häusern brüten.
  • Zum anderen sollen sie selbst und andere Menschen informiert und begeistert werden, noch mehr und überhaupt etwas für Schwalben zu tun. Die Plakette soll deshalb sichtbar am Haus befestigt werden. Und Zeitungsartikel über eine Auszeichnung helfen auch dabei.
Was kann der einzelne Mensch für Schwalben tun?
  • Brutversuche von Mehlschwalben am Haus zulassen. Keine Nester abschlagen. Alte Nester werden wieder benutzt. (Nesterzerstörung ist übrigens strafbar.) Keine Nestreinigung durch Menschen! Mehlschwalben bauen nahezu geschlossene Nester fest angepresst unterhalb von Dachüberständen. Gerne mehrere Nester nebeneinander.
  • Scheunen und Ställe öffnen, so dass Rauchschwalben im Innern brüten können. Rauchschwalben bauen oben offene Nester knapp unterhalb von Raumdecken. Gerne mehrere Nester nebeneinander.
  • Für beide Schwalbenarten im Hof oder Garten dafür sorgen, dass Lehm-Matsch vorhanden ist – die Schwalben brauchen lehmige Erdmassen (aus Pfützen) für ihre Nester (auch für Kunstnester!). Alte Nester werden wieder hergerichtet.
  • Gegen das Verschmutzen von Hausfassaden helfen einfache Brettchen, die ca. 60 cm unterhalb der (Mehlschwalben-)Nester angebracht werden sollten.
  • Andere Menschen informieren und begeistern.
Vorteile von Schwalben am Haus:
  • Sie fangen sehr, sehr viele Insekten als Nahrung für sich und ihre Brut weg.
  • Ihr Gesang ist einfach schön.
  • Fütterung der Jungen kann gut beobachtet werden – ist auch schön!
  • Einen Beitrag leisten zum Erhalt dieser Vogelart und damit zum Umweltschutz! Schwalben sind gefährdet. Nahrung finden sie noch; aber ihre Nistmöglichkeiten nehmen drastisch ab. (So ist es übrigens bei vielen Vogelarten.) Sie stehen auf der Vorwarnliste der „Roten Liste“ für gefährdete Arten.
  • Schaffung von Lebensraum, in dem auch die Lebensqualität für Menschen erhöht sein kann.
„Schwalben willkommen“
  • Diese Aktion setzen wir fort.
  • Bitte suchen Sie Häuser mit Mehl- oder Rauchschwalbennestern.
  • Teilen Sie uns deren Adresse mit – wir fragen die Hausbewohner und führen ggf. die Auszeichnung der Familie durch.
  • Kontakt: NABU-Regionalstelle Rheinhessen-Nahe, Tel. (06731) 547566,  Info  NABU-Rheinhessen.de

Weitere Artikel über unser Projekt „Schwalben wilkommen…“


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